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Aphthen – schmerzhafte Bläschen

Unter Aphthen versteht man kleine, geschädigte Stellen in der Mundschleimhaut. Diese jucken, brennen und können sogar starke Schmerzen verursachen. Ein erstes Anzeichen ist häufig ein Kribbeln an der betroffenen Stelle. Sie können grundsätzlich überall auftreten: Auf der Zunge, im Bereich des Kiefers, auch Gaumen, Mandeln oder die Lippen können betroffen sein. Neben Aphthen im Mund kommen, deutlich seltener, auch Aphthen im Genitalbereich vor.

Die betroffenen Stellen nehmen eine gelbliche oder auch milchigweiße, trübe Färbung an. Abgegrenzt werden die Aphthen von einem rötlichen Rand.

Schätzungsweise bis zu einem Zehntel der Bevölkerung ist irgendwann im Leben einmal betroffen. Grundsätzlich kann jeder an Aphthen leiden, auch wenn kleine Kinder und ältere Menschen seltener betroffen sind.

Treten solche Schädigungen der Schleimhaut immer wieder auf, spricht man von rezidivierenden, also wiederkehrenden Aphthen.

Anhand der Größe kann man verschiedene Formen unterscheiden: Am häufigsten sind Minor-Aphthen, die allerhöchstens drei Zentimeter Durchmesser aufweisen. Bei größeren Aphthen spricht man von Major-Aphthen. Bei Major-Aphthen ist nicht nur das Ausmaß größer, in dem die Schleimhaut geschädigt wird, auch die Heilung dauert deutlich länger. Kann man bei den kleineren Aphthen davon ausgehen, dass sie in maximal zwei Wochen wieder verschwunden sind, so kann die Heilung bei größeren betroffenen Stellen mehrere Wochen in Anspruch nehmen, denkbar ist sogar, dass es bis zur vollständigen Abheilung Monate dauert.

Woher kommen Aphthen aber nun und was kann man dagegen tun? Die Ursache der Bläschen ist bisher nicht geklärt. Von Viren oder Bakterien, die Entzündungen auslösen, geht man nicht mehr aus. Es sind aber diverse andere mögliche Auslöser im Gespräch, so zum Beispiel Stress, Schwächungen des Immunsystems oder auch eine autoimmune Reaktion, wenn das Immunsystem also den eigenen Körper angreift. Auch Verletzungen der Mundschleimhaut oder eine familiäre Veranlagung zu den Aphthen können eine Rolle spielen. Mangelerscheinungen sind als Einflussfaktor ebenfalls denkbar, so zum Beispiel ein Mangel an Eisen oder Folsäure.

Ein Zusammenhang mit einer chronischen Erkrankung ist ebenfalls erwiesen, so kann bei Menschen, die an Zöliakie leiden, Gluten zum Auslöser von Aphthen werden.

Obwohl die Stellen in den meisten Fällen sehr klein sind, können die Aphthen sehr starke Schmerzen verursachen. Dies kann so weit gehen, dass die kleinen Bereiche den Alltag stark einschränken: Essen und Trinken werden unter Umständen sehr unangenehm, vor allem der Kontakt mit säurehaltigen Nahrungsmitteln ist schmerzhaft. Auch beim Sprechen oder Schlucken können Beschwerden auftreten. Wie sehr Aphthen wehtun, hängt im Wesentlichen davon ab, wo sie sich befinden. Als besonders schmerzhaft gelten sie, wenn die Zungenspitze betroffen ist. Auch werden die Schmerzen häufig besonders stark, wenn die Bläschen aufgehen und die darunterliegenden Schichten der Schleimhaut dadurch ungeschützt sind.

Durch die Schmerzen ist besonders bei Kindern darauf zu achten, dass sie nicht in ihrem Trinkverhalten eingeschränkt werden. Der Kontakt der betroffenen Stellen mit Getränken kann wehtun, Kinder sind hier gefährdet, sich durch den Schmerz von einem gesunden Trinkverhalten abschrecken zu lassen. Wenn sich nicht durch Maßnahmen wie Trinkhalme Abhilfe schaffen lässt, sollte man im Zweifel auf ein schmerzstillendes Mittel zurückgreifen, damit die Kinder nicht zu wenig trinken und womöglich letzten Endes dehydrieren.

Da man die Ursache für Aphthen in der Mehrheit der Fälle nicht kennt, gibt es auch keine ursächliche Behandlung. Mittel, die für gewöhnlich gegen Entzündungen und Infektionen eingesetzt werden, schlagen bei Aphthen nicht an. Die Behandlung erfolgt daher beispielsweise über schmerzstillende Mittel. Hier sind einige Salben, Gele oder Sprays erhältlich. Zum Teil sind diese auch nicht verschreibungspflichtig, können also ohne ärztliches Rezept erworben werden. Auch leicht antiseptische Mittel werden zur Therapie eingesetzt.

Neben Medikamenten gibt es auch Hausmittel, die bei Aphthen verwendet werden. Dazu zählen Kamille, Teebaumöl, Melisse und Salbei. Hier handelt es sich um Mittel, die über eine gewisse antibakterielle Wirkung verfügen.

So unangenehm Aphthen auch sind, sie haben neben allen störenden Eigenschaften auch einen positiven Aspekt: Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen im Mundraum, die durch Viren ausgelöst werden, wie beispielsweise Herpes, sind Aphten immerhin nicht ansteckend.

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